Arzt an Bord

Zu Risiken und Nebenwirkungen…..

Wie alles begann

Dies war unser erster Eintrag am 27.08.2012, er erklärt, warum wir an diesem Blog schreiben:

Da ist er!

Der allererste Eintrag in unserem neuen Blog. Ein Team-Projekt. Schließlich haben wir die letzten fünf Jahre gelernt, wie wichtig gute Zusammenarbeit ist. Dieser Eintrag muss gefeiert, ausgedruckt, in goldenen Rahmen über die Betten gehängt werden. Denn er bedeutet nicht nur, dass dieses Blog seine ersten Schritte in der virtuellen Welt unternimmt. Er bedeutet ebenso, dass wir die ersten Schritte auf einem neuen Abschnitt unseres Lebensweges unternehmen. Und heute geht’s damit los!

Jeder auf seine Art und an seinem Ort, aber gemeinsam verbunden über dieses Blog. Ab heute beginnt für uns alle das sogenannte Praktische Jahr, der letzte Abschnitt des Medizinstudiums. Die Zielgerade. Der Endspurt. Und am Ende werden wir hoffentlich mit glänzenden Augen auf diesen ersten Beitrag zurückschauen und seufzend sagen können: „Ach, war das schön damals, so unbeschwert, so leicht,…“.

Bisher

Studiert haben wir alle an der gleichen Uni. Zehn Semester quälten wir uns durch alle Fachrichtungen, die man sich nur im medizinischen Kontext vorstellen kann, überlebten das erste Staatsexamen (Physikum), legten eine Batterie an Prüfungen ab und erhielten schließlich im August nach bestandener letzter Prüfung die „PJ-Reife“.

Zukunft

Ab heute geht es für uns für mind. 44 Wochen, aufgeteilt in drei Tertiale, in verschiedene Lehrkrankenhäuser. Jeder muss Chirurgie und Innere als Tertial machen, dazu durften wir uns ein Wahlfach auswählen. Informationen zu unserer Wahl findet ihr unter „das Team„.

Und das hier?

Dieses Blog wird unsere Erfahrungen im Klinikalltag festhalten. Patienten und Kollegen, Routine und Wahnsinn und was sonst noch alles auf uns einprasseln mag. Kunterbunt. Ungezwungen. Jeder frei Schnauze. Ein einmaliger Versuch. Wir sind gespannt, ob es klappt. Ob wir durchhalten und einigermaßen regelmäßig Artikel verfassen. Natürlich freuen uns auf rege Beteiligung durch fleißige Leser: Fragen, Anregungen, Kommentare – immer her damit!

Gerne erklären wir Interessierten auch das Medizinstudium, beantworten Fragen zum Ablauf und dergleichen – Möglichkeiten der Kontaktaufnahme gibt es hier.

Und nun?

Geht’s los! Bestimmt wird der ein oder andere Artikel folgen, in dem wir euch versuchen mehr über den Ablauf des Praktischen Jahres und die Entstehungsgeschichte des Blogs zu erzählen. Aber jetzt stürzen wir uns zunächst in unsere Kliniken und sammeln Eindrücke und Geschichten aus dem Leben als PJ’ler.

– i.A. des Teams: Orthopaedix & Spekulantin & Pseudomonade

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8 Kommentare zu “Wie alles begann

  1. Klingt nach einem sehr interessanten Blog. Ich wünsche euch allen viel Spaß & Erfolg. Natürlich auch als PJler. 🙂

  2. Auch wenn ich nicht weiß, ob ihr nicht schon über 200 Follower habt, hab ich euch für den Best Blog Award nominiert. 😉
    http://leihmirdeinohr.wordpress.com/2013/03/15/best-blog-award-eine-kleine-ehre/
    Habt viel Spaß beim Weitergeben und klärt weiterhin so sympathisch und verständlich über die kleinen und großen Wunder der Medizin auf!
    Liebe Grüße
    Pinchen

  3. Ganz, ganz großes Lob an euren tollen Blog!! Habe ihn gerade über“ Josephine Chaos“ entdeckt und werde ihn heute noch komplett durchlesen 😀
    Ich mache in 2 Jahren Abi und werden dann (hoffentlich) eine Medizinstudien Platz bekommen. Ich habe schon einige Praktikas gemacht und bin gerade am Überlegen was ich in den Sommerferien mache. Was ist für eine Schulpraktikantin eurer Meinung nach am interessantesten? Rechtsmedizin, Anästhesie oder Handchirurgie? Ich war letztes Jahr für 3 Wochen in der Unfallchirurgie und es war einfach nur klasse! Ich durfte relativ viel machen (das gleiche wie die PJler) und möchte deshalb nicht bei meinem nächsten Praktikum 2 Wochen lang nur Bettpfannen leeren und Betten machen 😉 Viele liebe Grüße aus Kanada und noch eine schöne Woche 🙂

    • Hey Lea,

      danke für das Lob!
      Du bist ja ganz schön motiviert! 🙂 Tendierst du denn in Richtung Chirurgie, wenn du Unfall schon gemacht hast und jetzt Hand überlegst? Ich glaube, ich würde dir das trotzdem nicht empfehlen mit der Handchirurgie. Das ist doch ein sehr kleines OP-Feld und sehr spezialisierte Techniken, eher nicht laparoskopisch.. Ich nehme an, da kannst du nicht so viel machen im OP und wahrscheinlich noch nicht mal so viel sehen, wenn du nicht steril bist. Wird wohl auf viel Stationsarbeit hinauslaufen.
      Rechtsmedizin könnte ich mir auf Dauer auch eher langweilig vorstellen. Ich glaube nicht, dass es da wirklich viel zu tun gibt, auch für eine Famulatur. Und leider ist das auch gar nicht so spannend, fand ich zumindest. Wenig ungeklärte Todesfälle, viel Selbstmorde…
      Ich würde also Anästhesie empfehlen. Da hast du OP mal von der anderen Seite. Es gibt viel was man tun kann an praktischen Dingen. Zugänge, BGAs, beatmen… und wenn der Patient schläft kriegt man oft viel Gelegenheiten soetwas zu lernen. Außerdem, wenn das Verhältnis zur Chirurgie gut ist, kriegst du von denen vielleicht auch noch zusätzlich was erklärt. Ich fand meine Famulaturen dort spannend, auch wenn es für mich kein Fach fürs Leben wäre. Aber es gibt Einblicke in viele Bereiche. Intensivmedizin kommt noch dazu mit Beatmung und sowas, auch interessant, und wenn du viel Glück hast fahren die Ärzte sogar Notarzt… Das wäre also mein Tipp.

      Viel Spaß, egal was du am Ende machst!
      Spekulantin

      • Hey Spekulantin,

        momentan tendiere ich auf jeden Fall zur Unfallchirurgie! Allerdings habe ich auch auf eurem Blog gelesen, dass sie wenigsten am Ende das geworden sind, was sie am Anfang des Studiums werden wollten, von daher lass ich mich überraschen was es wird 😉

        Als ich in der Unfallchirurgie war, war ich eigentlich jeden Tag mit im Op und auch jedesmal steril mit am Tisch. Gesehen habe ich deshalb reichlich, auch wenn es teilweise einfach nur „rot, blutig und undeffinierbar“ für mich war 😀 (das war bei 2 großen Skoliose Ops). In die Handchirurgie habe ich schonmal für einen Tag reingeschnuppert und es hat mir ganz gut gefallen, durfte auch assistieren, was ich bei einer Laparoskopie nicht durfte(aber da war der Arzt unter Zeitdruck und hatte nicht den Nerv einer Praktikantin das zu zeigen). Ich schwanke jetzt zwischen Anästhesie und Hand. Rechtsmedizin habe ich mir (auch wegen den von dir angesprochenen Punkten) aus dem Kopf geschlagen…

        Gyn fände ich an sich auch interessant, aber wenn ich mit meinen 16 Jahren sage, dass ich freiwillig ein Praktikum in der Gyn machen möchte schauen mich bestimmt alle komisch an…

    • hey Lea,

      ich denke, da wirst du von jedem eine andere Meinung hören. Auf keinen Fall würde ich dir (aber das liegt vielleicht auch daran, dass es einfach nicht mein Fach ist) zu Innere raten, weil es da per se nur Stationsarbeit und wenig Intervention (OP etc) gibt – also nur Bettpfannen und als Höchstes der Gefühle vielleicht mal eine Visite miterleben, bei der du nichts machen kannst, außer mitlaufen.

      Von deinen drei vorgeschlagenen Fachgebieten tendierte ich zunächst zur Handchirurgie, weil es da kleine und kurze Eingriffe sind und man ein bisschen was sehen kann, grad bei sie an einem Tischchen im OP operieren und man gut über die Schulter schauen kann. Aber: da du noch keine Medizinstudentin bist, weiß ich nicht, ob sie dich da als erste und einzige Assistenz mit an den Tisch lassen und deswegen wird es auf Dauer vielleicht langweilig immer nur zuzusehen und sich wiederholende OPs zu betrachten. Außerdem gibts natürlich wie die Spekulantin schon sagt, meist auch eine Station dahinter und die Gefahr besteht, dass du auf Station versauern kannst.

      Anästhesie ist mir persönlich zu langweilig, bietet aber am meisten Möglichkeiten. Neben den Punkten, die die Spekulantin meinte (dass du mal bei den Chirurgen zuschauen kannst und meist den besten Blick ins OP-Gebiet hast ohne steril sein zu müssen), gibts hier abhängig vom Arzt auch die Möglichkeit, dass du einem schlafenden Patienten mal einen Zugang legen könntest (da kann ja nicht viel kaputt gehen) oder du auf Intensivstation mitläufst oder im Schmerzdienst oder sogar im Notfalldienst (Rettungswagen…?). Kommt immer auf die Größe des Hauses, an dem du dein Praktikum machst, an und wie die dortigen Ärzte eingestellt sind.

      Rechtsmedizin klingt immer spannender, als es dann im Endeffekt ist und die TV-Serien versprechen Action und Rätsel, die es so nicht oft gibt. Ob du da viel machen kannst, weiß ich nicht, auch hier hängt es wieder von der Einrichtung ab, was sie einen Praktikanten machen lassen und was nicht. Der größte Teil der Arbeit ist aber eher nicht das, was man aus dem Münsteraner Tatort kennt, sondern eher Selbstmörder, Tote aus der Klinik…. Und ob das Auseinanderschneiden von Leichen 3 Wochen lang interessant ist, wenn man nur zusehen dürfte, mh….

      Generell kannst du ja mal bei Famulatur-ranking.de nachschauen, was die Klinik, an die du willst, für Bewertungen von Medizinstudenten, die ihre Famulaturen dort geleistet haben, bekommen hat – vielleicht ist das ein guter Hinweis, wie die Stimmung im Team ist und was man dann als Praktikant erwarten kann. Wenn schon Famulanten nichts machen dürfen, wird es für Praktikanten meist noch weniger zu tun geben.

      Was ich an Fachrichtungen vielleicht noch empfehlen kann, ist die Plastische (die gibts ja auch in Kombi mit Handchirurgie), vielleicht einfach Allgemein- und Viszeralchirurgie, da siehst du unter Umständen jede Menge verschiedener Eingriffe, je nach Lust und Laune auch „kleinere“ Fächer wie Auge oder HNO. Internistisch abwechslungsreich ist bestimmt auch die Pädiatrie, aber hier gibts keine OPs, dafür viele Kinder mit großen Augen (und noch mehr anstrengende Eltern :D) Oder doch eher in die Orthopädie? Da gibts zumindest nicht oft wirklich viele bettlägrigen Patienten und man kann schnell selbst mitmachen!

      Auf jeden Fall dir viel Spaß in deinem Praktikum und lass uns wissen, für was du dich entschieden hast und wie es dir im Endeffekt ergangen ist!

      • Hallo Orthopaedix,

        Danke für deine (und auch Spekulantins) ausführliche Antwort!!

        Pädiatrie fände ich auch sehr interessant. Allerdings leide ich bei kleinen Kinder immer selbst (sehr) mit und finde es momentan noch unvorstellbar, dass man dann die Verantwortng für so ein kleines Wesen trägt.

        Bei den Handchirurgischen Ops, bei denen ich bis jetzt dabei war, durfte ich immer assistieren. Allerdings ist mein Papa Medizintechniker für künstliche Handgelenke und ich gehe gerne mal Nachmittags mit ihm mit wenn er etwas neues ausprobiert und kenne mich deshalb an der Hand schon etwas aus (nähen, Schrauben rein- und rausdrehen, den richtigen „Sitz“ an Röntgenbilder überprüfen etc.) Das ist auch der Grund warum mich Handchirurgie momentan am meisten reizt.
        Stationsarbeit fande ich teilweise recht entspannnend 😀 Die Ässistenzärzte waren froh, dass sie kein Blut mehr abnehmen mussten, ich konnte mich mit den Patienten unterhalten (was mir an Op Tagen immer ein bisschen gefehlt hat) und allgemein ist es relativ ruhig zugegangen 🙂 Jeden Tag muss das aber auch nicht sein.

        Die Anästhesie wiederrum hat den großen Pluspunkt, dass man, wie du schon geschrieben hast, in sehr viele verschiedene Berreiche reinschnuppern kann, was wahrscheinlich nicht das schlechteste wäre, allerdings habe ich mir Kopfmäßig schon für die Handchirurgie entschieden. (merke ich gerade an dem, was ich hier schreibe ;D)

        Und danke für den Link, da werde ich gleich ein bisschen stöbern, da ich mich auch noch nicht für ein Krankenhaus entschieden habe… Ich melde mich auf jeden Fall wenn ich mich entschieden habe, und vllt darf ich euch während meines Praktikums einen kleinen Gastbeitrag zusteuern? 🙂

        Oh mann, ich hoffe echt, dass ich eine Studienplatz bekomme. Mit 1,0 wirds bei mir nämlich bestimmt nichts 😦

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