Arzt an Bord

Zu Risiken und Nebenwirkungen…..


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Eigennamen pauken fürs Examen

Für alle, die gerade in der heißen Phase vor dem Anfang April bevorstehenden Examen Frühjahr 2014 stehen, gibts hier heute eine „tolle“ Info: mir wurde eine Liste zugespielt, die die Eigennamen, die man fürs Examen lernen muss, auflistet. Anscheinend haben die Ersteller alle Namen, die ihnen beim Lernen über den Weg liefen, notiert und sind damit auf über 920 spezielle Bezeichnungen von Phänomenen, Erkrankungen, Zeichen, Tests etc gekommen! Heißt: für das Abschlussexamen (StEx) muss man als Medizinstudent über 920 Eigennamen wissen und ungefähr einordnen können, was welcher Namen bedeutet….  Dass es einige sind, die man lernt, war uns in der Lernphase auch schmerzlich  bewusst geworden („was bedeutet jetzt nochmal X oder welche Krankheit war dieses Y?“), aber dass es so viele sein würden, hätte ich nicht gedacht!

Wollt ihr eine kleine Auswahl? Sortiert nach Fächern kopiere ich mal ein paar Namen aus der Liste heraus und wer auf das Examen lernt, kann ja mal schauen, ob nicht mal  4 Wochen vorm Schriftlichen die Eigennamen sitzen 😉

Anästhesie:

Sellick Handgriff
Rautek Griff
Cormack & Lehane Klassifikation
Mallampati Klassifikation

Angiologie:

Leriche-Syndrom
Tourniquet-Syndrom
Rutherford Klassifikation d. akuten kritischen Ischämie
Fontaine Klassfikation
Rutherford Klassifikation
Raynold-Syndrom
Parott-OP

Augenheilkunde:

Munson Zeichen
Cogan-Reese-Syndrom
Chandler Syndrom
Fuchs-Endotheldystrophie
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie
Brückner Test
Heterochromia complicata Fuchs
Tyndall Effekt
Arlt-Dreieck

Chirurgie:

Pringle Manöver
Kehrt Zeichen
Richter Hernie
Spieghel Hernie
Lichtenstein OP
Shouldice OP
Perthes Syndrom
Snaddon Klassifikation
Witzel-Fistel
Chilaiditi-Syndrom

Dermatologie:

Koenen-Tumor
Koebner-Phänomen
Woodlicht
Lewandowski-Lutz Epidermosyplasie verruciformes
Kaposisarkom
Heubner-Sternenkarte
Becker Nävus
Ota Nävus
Ito Nävus
Sutton Nävus
Bowenoide Papulose
Dubreuilh Morbus
Breslow Einteilung
Clark Level

Endokrinologie:

Wolff-Chaikoff-Effekt
Gordon Syndrom
Zuckerkandl-Organ
Wermer-Syndrom
Sipple-Syndrom
Gorlin-Syndrom
Schmidt-Syndrom
Carpenter-Syndrom

Gastroenterologie: Weiterlesen

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Lerninhalte

Noch 2 Wochen sinds bis zu den drei großen schriftlichen Tagen des Examens, lange ists her, dass wir euch hier ein Update liefern konnten. Verständlicherweise befinden wir uns gerade voll im Lernstress und sind beim Wiederholen, Countdown, Zielgerade…. verzeiht uns also, dass es hier schon den ersten Staub angesetzt hat und die Seiten verwaisen.

Ich hatte euch vor einiger Zeit versprochen alle Fächer, die wir lernen müssen, mal aufzuzählen. Und da ich gerade nichts besseres zu tun habe, hier folgt die Liste der Gebiete, die wir im Staatsexamen abgefragt werden:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Pathologie
  • Klinische Pharmakologie
  • Klinische Pathologie
  • Immunologie
  • Hygiene
  • Med. Mikrobiologie
  • Anästhesie
  • Intensivmedizin
  • Notfallmedizin
  • Radiologie, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz
  • Klinische Chemie und Labormedizin
  • Humangenetik
  • Allgemeinmedizin
  • Neurologie
  • Pädiatrie
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Orthopädie
  • Dermatologie
  • Psychiatrie
  • Psychosomatik
  • Augenheilkunde
  • HNO
  • Urologie
  • Rechtsmedizin
  • Arbeitsmedizin, Sozialmedizin
  • Klinische Umweltmedizin
  • Geschichte der Medizin
  • Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem und öffentliche Gesundheitspflege
  • Prävention
  • Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren
  • Medizinische Statistik, Biometrie, Epidemiologie, medizinische Informatik

Abgeschrieben aus dem Inhaltsverzeichnis meines Lehrbuches. Umfasst zwei dicke Bände und hat > 2600 Seiten. Ohne große Abbildungen. Eine Runde mimimi 😉

Mal sehen, wie viel von diesem Wissen im Hirn geblieben sein wird (Futur 2!) und uns im Examen Freude machen kann.

Orthopaedix

 


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Countdown

Wir haben euch und dieses Blog nicht vergessen liebe Leser! Verzeiht unsere deutlich und leider drastisch heruntergefahrene Beitragsfrequenz, die Zeit bis zum Examen wird immer kürzer und mit dem Beginn des Septembers am heutigen Tag bleiben uns noch 5 Wochen bis zum Schriftlichen. Ein wenig kommt Lernpanik auf, so viel ist bereits wieder aus dem Hirn gepurzelt und vergessen worden, einiges muss aber noch rein – als ob man ein bis zum Rand gefülltes Wasserglas balanciert und mit jedem neuen Tropfen, den man reingießt, zwei Tropfen irgendwo verlieren würde….

Fast alle von uns sind inzwischen bei den „nicht klinischen“ Fächern anbelangt, was der Motivation auch keine großen Zugaben beschert – nicht klinisch bedeutet: mit Patienten(kontakt) haben diese Fächer unmittelbar nichts zu tun. Sprich: klinische Pharmakologie, spezielle Pathologie, Statistik und medizinische Informatik…. Ich glaube, irgendwann sollten wir hier einmal die Liste der Fächer notieren, die wir für das Examen lernen müssen, damit ihr euch ein wenig vorstellen könnt, was so alles in unseren Schädeln Platz finden muss.

Bis dahin aber hoffen wir, dass ihr uns nicht den Rücken kehren werdet und mit uns auf die großen Tage Anfang Oktober mitfiebert. Und den neuen PJ’lern, die inzwischen die nächste Generation nach uns vertreten und in den Kliniken angekommen sind, wünschen wir ein tolles und lehrreiches Praktisches Jahr! Genießt es, es ist viel zu schnell vorbei!

Orthopaedix