Arzt an Bord

Zu Risiken und Nebenwirkungen…..

Einblicke: Fadengewirr

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Das Wichtigste bei den Herzchirurgen und ihren Eingriffen: kein Chaos in den Fäden machen! Ein falscher Faden, ein nicht korrekt platzierter Knoten, ein schlechter Stich beim Nähen kann tödlich sein.

Ein Trick dagegen: unterschiedliche Farben für die verwendeten Fäden und abwechselnde Benutzung derselben bei z.B. der Einnaht einer neuen Herzklappe (siehe Foto).
Was man bei den Herzchirurgen ebenfalls lernen kann: Respekt vorm Arbeiten am schlagenden Herzen, perfekte Nahtkunst, Knoten (Knüpfen) und penible Ordnung auf dem OP-Tisch.

Orthopaedix

 


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Dienstwochenende – Sprung ins kalte Wasser

(c) mz-web.de

Kaum eine Woche in die Schweiz emigriert, da stand für mich bereits das erste Wochenende mit Dienst in der Notaufnahme auf dem Programm. Da ich in der Zeit der einzige Student vor Ort war, war es an mir den Dienst aufzufüllen (was aber gleichzeitig bedeutet, dass ich 2 Wochen nonstop durcharbeite).

Es war ein Sprung ins kalte Wasser. Im Nachhinein bin ich froh, dass mein Vorgänger mir vergangene Woche wenigstens einmal kurz die Notaufnahme gezeigt hatte und grob wo man was finden kann. Denn sonst wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Welche Zettel finde ich wo, was fülle ich aus, wo gibt es Nahtmaterial, was machen die Schwestern mit den Unterlagen, unterschreibe ich hier oder doch lieber der Arzt, darf ich Rezepte ausstellen, wie geht das mit den Patienten in den Kabinen, wer ist wo zuständig….

Da stand ich nun, Samstag Morgen 10 Uhr. Dienstbeginn. Und die Aufnahme brummte bereits, 4 Patienten für die chirurgisch-orthopädische Seite und ein Assistenzarzt. Kein Wunder, dass sie die Unterassistenten also uns PJ’ler) dazu verpflichten, die Wochenenden mit abzudecken und aktiv mitzuarbeiten. Ich muss zugeben, dass ich Notaufnahmen mag, weil man da als Student viel selbst machen kann und nicht im Stationsalltag nur mitläuft, weil man wegen der OPs und damit verbundenen Abwesenheit gar nichts richtig mitbekommt oder aktiv mitmachen kann. Aber in der Notaufnahme kommt der Patient, man kann Anamnese machen, Untersuchung, Röntgen anmelden, mit dem Oberarzt besprechen, ggf. Brief schrieben und Patient versorgen. Wundnähte, Einrenken von ausgekugelten Gelenken….  und hat dabei immer das Erfolgserlebnis auf seiner Seite, weil man dem Patienten meist unmittelbar helfen kann (und sei es nur, dass er eine Perspektive aufgezeigt bekommt, wie es mit seiner Verletzung weitergehen wird und welche OP zu machen sein wird).

Also stürzte ich mich gleich in die Arbeit (bzw. die Arbeit stürzte sich auf mich), eine kurze Frage vom Assistenzarzt, ob ich schon einmal in einer Notaufnahme gearbeitet habe und als ich ihm sagte, dass ich das im Rahmen einer Famulatur (das sind die Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums) 4 Wochen in einer Unfallchirurgischen Notaufnahme war und da eigene Patienten betreut hatte, ließ er mich gewähren („dann mach mal Kabine zwei, da ist ein Sturz aufs Knie“) – und ich begrüßte mich auf die ersten Patienten des Morgens. Ein wenig Bammel hatte ich, dass ich die Dialekte nicht verstehen würde – aber die Patienten sprachen glücklicherweise alle verständliche Dialekte (was ich von den Pflegekräften nicht behaupten kann ^^).  Weiterlesen