Arzt an Bord

Zu Risiken und Nebenwirkungen…..


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Little Miss Perfect – Teil 2

Wie Little Miss Perfect nicht nur mich sondern auch die Pflege langsam in den Wahnsinn getrieben hat, gibt es hier nachzulesen.

Einen hat sie allerdings nicht in den Wahnsinn getrieben und das war der Assistenzarzt auf ihrer Station. Schon auf den ersten Blick war klar, dass der Große auf sie stand. Blond und gutaussehend, wer kanns ihm verübeln. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das lange gut geht. Der Große ist ein wirklich netter Kerl, witzig, nett und meistens gut drauf. Aber er ist auch einfach unglaublich faul! Nun ja, Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.

Wir haben alle mit Interesse und einem kleinen bisschen Sensationsgier verfolgt, wie sie um einander herumgetanzt sind. Oder soll ich besser sagen, wie er um sie herumgetanzt ist? Miss Perfect ist natürlich auch in Liebesdingen perfekt und hat einen gar schnukeligen und ach so attraktiven Freund. Und ist ja sooooo glücklich, wie sie mir gerne unter die Nase reibt.

Das ist natürlich kein Grund, sich nicht in den Aufmerksamkeiten zu sonnen. Und wen interessiert es, dass der Große fast 15 Jahre und gut 2 Köpfe älter ist als sie. Wir haben uns das Maul zerrissen, ich gebs ja offen zu. Aber es passiert auch so wenig in Unserer Kleinen Klinik und jeder kennst sich. Und jeder weiß etwas Neues zu berichten. Sei es die Nachtschwester, die die beiden im Dienst im Arztzimmer hektisch auseinander fahren lässt, als sie unangemeldet herienplatzt. Sei es die Pflege ihrer Station, die berichtet, dass er ihr zum Geburtstag eine romantische Kutschfahrt für zwei schenkt („Da kannst du dir ja dann überlegen, wen du mitnimmst.“ „Oh, da nehm ich natürlich dich mit, ist doch klar.“). Sei es die Tatsache, dass sie freiwillig jeden Dienst mit ihm macht, auch die an den Wochenenden. Oder die, dass sie die Famulantin ziemlich unfreundlich aus dem OP mobbt, als diese bei einer OP mit dem Großen assistieren will. Das ist Miss Perfects Job. In all den Wochen habe ich genau eine OP mit dem Großen gemacht.

Und es ist ja auch nicht so, dass die beiden sich irgendwie bemühen unauffällig zu sein. Ausgiebig werden im Beisein des gesamten Teams Verabredungen zum Badminton und Ski fahren getroffen. Und dann natürlich das ganze Badminton-Spiel nochmal haarklein durchanalysiert. Als sie anfangen darüber zu streiten, ob ihre Küche jetzt zu klein oder genau richtig sei, verlasse ich den Raum. Ganz ehrlich, soll ich jetzt etwa nachfragen, woher er ihre Küche kennt? Nein, danke, ich will es nicht wissen!

Und dann komme ich auf die verrückte Idee zu IHREM Großen auf ihre Station zu wollen. Unglaublich! Weiterlesen