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Zu Risiken und Nebenwirkungen…..


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Arzneimittel der Woche XXVI: Ramipril

Ramipril
Delix, Lannapril, Ramicard,….

Anwendungsgebiet

Ramipril wird zur Behandlung der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) sowie der Herzinsuffizienz angewendet (meist in Kombination mit anderen Medikamenten). Zusätzlich kann es laut einiger Studien bei der Vorbeugung eines Herzinfarkts gegeben werden.

Wirkung & Mechanismus

Ramipril ist ein Hemmstoff des sogenannten Angiotensin Converting Enzyme, das normalerweise aus Angiotensin I Angiotensin II macht. Die verminderte Bildung von Angiotensin II führt zu einer Abnahme des Gefäßtonus und damit Aufweitung der Lumen – es kommt zu einem Abfall des Blutdruckes.

Ebenfalls über die Abnahme der Konzentration von AngII kommt es zu einer Verringerung der Aldosteron-Freisetzung aus der Nebenrinde, einem Hormon, das für die Beeinflussung des Wasserhaushaltes zuständig ist (siehe Renin-Angiotensin-Aldosteron-System).

Nebenwirkungen

Durch die Hemmung des Angiotensin Converting Enzyme kommt es zu einem verlangsamten Abbau und damit Kumulation von Bradykinin. Diess bewirkt typische Nebenwirkungen wie Hautreaktionen (teilweise mit Juckreiz) und Ödemen (Wasseransammlung im Gewebe).  Ebenfalls zu den Nebenwirkung zählt ein auftretender trockener Husten sowie Heiserkeit und Halsschmerz. Im schlimmsten Fall kann es zu Asthmaanfällen und Atemnot kommen.

Bei zu hoher Dosierung des Wirkstoffes kann es zu einer zu starken Blutdrucksenkung mit einhergehendem Schwindel, Kopfschmerz und Benommenheit kommen.

Durch die Eingriffe in den Wasser- und Elektrolythaushalt müssen diese bei Anwendung von Ramipril besonders gut im Auge behalten werden, es kann zu Hyperkaliämie (–> Herzrhythmusstörung) und Hyponatriämie kommen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium besteht die Gefahr der Vergiftung mit Lithium aufgrund verringerter Ausscheidung über die Niere.

Ramipril verstärkt die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin und oralen Antidiabetika (das Hypoglykämie-Risiko steigt!) sowie die blutbildverändernden Wirkungen von Immunsuppressiva.

Gegenanzeigen

Ramipril darf nicht bei bekannter Allergie gege nden Wirkstoff gegeben werden. Auch bei einem in der Vorgeschichte beschriebenem  vererbten oder idiopatischem Angioödem ist Vorsicht geboten.

Bei einer hämodynamisch relevanten Nierenarterienstenose (beidseitig oder bei Einzelniere) (Gefahr des Nierenversagens durch Senkung des Blutflusses zur Niere durch die Verengung des Gefäßes) und bei hypotensiv oder hämodynamisch instabilen Patienten sollte auf die Gabe verzichtet werden.

Da Ramipril in der Schwangerschaft u.a. Wachstums- und Knochenbildungsstörungen beim Kind verbunden mit einer erhöhten Sterblichkeit hervorrufen kann, darf Ramipril in dieser Zeit nicht eingenommen werden und sollte durch andere geeignete therapeutische Maßnahmen ersetzt werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die Packungsbeilage, oder tragen Sie Ihren Arzt zum Apotheker. Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

Als Userwunsch von KiKreta beim Arzneimittel Levodopa

Orthopaedix


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Arzneimittel der Woche XXVI: Levodopa

Levodopa
Levopar, Madopar, Restex, Duodopa…..

Anwendungsgebiet

Bereits mit Pramipexol hatten wir ein Medikament, das alleine bzw. in Kombination mit dem heutigen Medikament zur Behandlung des Morbus Parkinson eingesetzt wird. Levodopa wird somit ebenfalls zur Behandlung des Morbus Parkinsons sowie dem Restless-Legs-Syndrom eingesetzt. Zunehmend findet es auch Anwendung bei der Behandlung der Chorea Huntington.

Zum Hintergrund eine kurze Wiederholung vom letzten Mal: Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (einer Struktur im Mittelhirn) mit den einhergehenden Symptomen Muskelstarre (Rigor), verlangsamten Bewegungen bis Bewegungslosigkeit (Bradykinsese bis Akinese), Muskelzittern (Tremor), Haltungsinstabilität (vornübergebeugter, kleinschrittiger Gang).

In der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird L-DOPA in Form von radioaktiv markiertem 18F-DOPA zur Diagnostik von Tumoren verwendet.

Wirkung & Mechanismus

Levodopa ist Bauteil, das für die Herstellung von Neurotransmittern wie Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Melanin benötigt wird. Es kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und somit den Mangel der Neurotransmitter, die bei oben genannten Erkrankungen im Gehirn auftreten, beheben. Im Gehirn wird aus Levodopa Dopamin, das dann die gewünschten Wirkungen an den Rezeptoren der Hirnzellen entfalten kann.

Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Levodopa kann es zu Übelkeit, Schwindel und Kreislaufproblemen kommen. Bei Überdosierung treten psychische Störungen wie Schlaflosigkeit, Halluzinationen sowie Bewegungsstörungen auf. Das Medikament darf nicht plötzlich abgesetzt werden, da es dann zu einer Entzugssymptomatik kommen kann.

Gegenanzeigen

Duodopa ist kontraindiziert bei Patienten mit einer Allergie gegenüber dem Medikament. Ausserdem ist Vorsicht geboten bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sowie bei Herz-Arrhythmie und -Insuffizienz.  Auch bei Erkrankungen, bei denen Neurotransmitter des sympathischen Nervensystems kontraindiziert sind, zu denen Levodopa umgewandelt werden kann und die die Krankheitssymptome verstärken würden (z.B. Phäochromozytom, Schilddrüsenüberfunktion und Cushing-Syndrom) darf der Wirkstoff nicht gegeben werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die Packungsbeilage, oder tragen Sie Ihren Arzt zum Apotheker. Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

Userwunsch von Ich

Kein sooo ergiebiges Medikament heute, vielleicht habt ihr ja weitere Wünsche für die Zukunft, die ein wenig geläufigere Medikamente aus der breiten Masse umfassen? 😉

Orthopaedix


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Arzneimittel der Woche XXV: Pramipexol

Pramipexol
Sifrol….

Anwendungsgebiet

Pramipexol wird zur Behandlung des Morbus Parkinson als alleiniges Medikament oder in Kombination mit Levodopa eingesetzt. Anwendung findet es zusätzlich auch beim Restless-Legs-Syndrom und nach aktueller Studienlage auch bei bipolaren Störungen.
Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (einer Struktur im Mittelhirn) mit den einhergehenden Symptomen Muskelstarre (Rigor), verlangsamten Bewegungen bis Bewegungslosigkeit (Bradykinsese bis Akinese), Muskelzittern (Tremor), Haltungsinstabilität (vornübergebeugter, kleinschrittiger Gang).

Wirkung & Mechanismus

Pramipexol wird im Gehirn an Rezeptoren, die für den Dopaminstoffwechsel zuständig sind. Im Frühstadium des Parkinsons hemmt des die übermäßige Produktion von Dopamin und dessen überschießende Freisetzung.   Im Spätstadium verstärkt Pramipexol die versiegende Dopaminsynthese durch Stimulierung von bestimmten Dopamin-Rezeptoren.

Nebenwirkungen

Unter der Therapie mit Pramipexol kann es zu Schlafattacken kommen, weswegen das Autofahren oder Arbeiten mit potentiellem Verletzungsrisiko zu unterlassen sind. Die genaue Ursache dieser Schlafattacken, die so auch beim Gesunden vorkommen, und die Interaktion des Medikamentes mit der Entstehung der Attacken ist aktuell noch Inhalt einiger Untersuchungen.

Teilweise kommt es unter dem Medikament zum Auftreten von Impulskontrollstörungen, d.h. Patienten entwickeln eine Kauf- oder Spielsucht und können ihre Impulse nicht mehr kontrollieren. Auch Zwangsverhalten, Essattacken, Hypersexualität wurden beobachtet.

Es kann zudem bei Behandlung mit Dopamin-Rezeptor-Medikamenten zu v.a. visuellen Halluzinationen und Verwirrung kommen (meist bei Behandlung in Kombination mit Levodopa).

Bei der Behandlung des Restless-Legs-Syndroms kann es mit Pramipexol eine Verschlimmerung der Beschwerden kommen („Rebound- bzw. Augmentationseffekt“).

Nach plötzlichem Absetzen der dopaminergen Therapie wurden Symptome eines malignen neuroleptischen Syndroms beobachtet. Hierbei handelt es sich um einen akuten und lebensbedrohlichen Notfall. Der Patient zeigt dabei u.a. folgende Symptome: Blickkrämpfe, Zittern (Tremor), Muskelsteifigkeit, Fieber, Schwitzen, Herzrasen, Stuhl- und Harninkontinenz, Verwirrtheit, Koma….

Gegenanzeigen

Bei Allergie auf den Wirkstoff darf das Medikament nicht eingenommen werden. Auswirkungen in der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bisher nicht untersucht, deswegen ist hier Vorsicht geboten (wobei die meisten Parkinsonpatienten eher außerhalb des Alters einer möglichen Schwangerschaft sind)

Zu Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die Packungsbeilage, oder tragen Sie Ihren Arzt zum Apotheker. Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

– Userwunsch von Mira

Orthopaedix