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Zu Risiken und Nebenwirkungen…..

Arzneimittel der Woche XXV: Pramipexol

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Pramipexol
Sifrol….

Anwendungsgebiet

Pramipexol wird zur Behandlung des Morbus Parkinson als alleiniges Medikament oder in Kombination mit Levodopa eingesetzt. Anwendung findet es zusätzlich auch beim Restless-Legs-Syndrom und nach aktueller Studienlage auch bei bipolaren Störungen.
Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (einer Struktur im Mittelhirn) mit den einhergehenden Symptomen Muskelstarre (Rigor), verlangsamten Bewegungen bis Bewegungslosigkeit (Bradykinsese bis Akinese), Muskelzittern (Tremor), Haltungsinstabilität (vornübergebeugter, kleinschrittiger Gang).

Wirkung & Mechanismus

Pramipexol wird im Gehirn an Rezeptoren, die für den Dopaminstoffwechsel zuständig sind. Im Frühstadium des Parkinsons hemmt des die übermäßige Produktion von Dopamin und dessen überschießende Freisetzung.   Im Spätstadium verstärkt Pramipexol die versiegende Dopaminsynthese durch Stimulierung von bestimmten Dopamin-Rezeptoren.

Nebenwirkungen

Unter der Therapie mit Pramipexol kann es zu Schlafattacken kommen, weswegen das Autofahren oder Arbeiten mit potentiellem Verletzungsrisiko zu unterlassen sind. Die genaue Ursache dieser Schlafattacken, die so auch beim Gesunden vorkommen, und die Interaktion des Medikamentes mit der Entstehung der Attacken ist aktuell noch Inhalt einiger Untersuchungen.

Teilweise kommt es unter dem Medikament zum Auftreten von Impulskontrollstörungen, d.h. Patienten entwickeln eine Kauf- oder Spielsucht und können ihre Impulse nicht mehr kontrollieren. Auch Zwangsverhalten, Essattacken, Hypersexualität wurden beobachtet.

Es kann zudem bei Behandlung mit Dopamin-Rezeptor-Medikamenten zu v.a. visuellen Halluzinationen und Verwirrung kommen (meist bei Behandlung in Kombination mit Levodopa).

Bei der Behandlung des Restless-Legs-Syndroms kann es mit Pramipexol eine Verschlimmerung der Beschwerden kommen („Rebound- bzw. Augmentationseffekt“).

Nach plötzlichem Absetzen der dopaminergen Therapie wurden Symptome eines malignen neuroleptischen Syndroms beobachtet. Hierbei handelt es sich um einen akuten und lebensbedrohlichen Notfall. Der Patient zeigt dabei u.a. folgende Symptome: Blickkrämpfe, Zittern (Tremor), Muskelsteifigkeit, Fieber, Schwitzen, Herzrasen, Stuhl- und Harninkontinenz, Verwirrtheit, Koma….

Gegenanzeigen

Bei Allergie auf den Wirkstoff darf das Medikament nicht eingenommen werden. Auswirkungen in der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bisher nicht untersucht, deswegen ist hier Vorsicht geboten (wobei die meisten Parkinsonpatienten eher außerhalb des Alters einer möglichen Schwangerschaft sind)

Zu Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die Packungsbeilage, oder tragen Sie Ihren Arzt zum Apotheker. Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

– Userwunsch von Mira

Orthopaedix

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Autor: Orthopaedix

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