Arzt an Bord

Zu Risiken und Nebenwirkungen…..

Weltuntergang in der Notaufnahme

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(c) morgenpost.de

Morgen ist Weltuntergang! Es ist Zeit schreiend im Kreis zu laufen! Danke fürs Lesen des Blogs. War nett mit euch. Wir sehen uns dann auf der Welt 2.0.,  versprochen?

Aber halt, es bleiben Fragen: Ob die Welt um 0 Uhr in der Nacht AUF den 21.12. untergehen soll oder doch eher um 0 Uhr AUS dem 21.12. auf den 22.12. ist leider nicht so klar. Genauso wenig, wie, ob die ganze Welt auf einen Schlag untergeht oder doch Zeitzonen adaptiert und man damit der Reihe nach verfolgen kann (wie an Silvester), wer schon den Abgrund hinuntergestürzt ist. „Australien ist weg… China jetzt auch… der Weltuntergang hat Moskau erreicht„. Und warum sammeln die Weltuntergangsgläubigen eigentlich Unmengen an Lebensmitteln, wenn die Welt untergeht und danach nicht mehr im Weltall als solches existiert? Wollen sie in ihrem Bunker dann durch das Weltall sausen und dort die nächsten Milliarden Jahre überleben, bis sich ein neuer Stern um den Bunker gebildet hat oder sie auf einem Planeten zwischenlanden?
So ganz ist das von den Mayas nicht definiert worden… schlampige Arbeit – oder Vorzeichenfehler bei der Berechnung des Kalenders? Und überhaupt, haben die nicht alle paar hundert Jahre einen Weltuntergang, weil der Kalender immer wieder endet und ein neuer beginnt – so wie bei uns auch, nur dass wir eben nach 12 Monaten den Weltuntergang erleben müssten anstelle einen neuen Kalender zu kaufen und auf den Schreibtisch zu stellen?

Heute hatten wir zumindest den ersten Weltuntergangs-Patienten. Mit Rettungsdienst eingeliefert in die Notaufnahme. Man könnte sagen typisches Aussehen für diese Gattung Mensch. „Weltuntergangsesoteriker“. Aber das wäre fies (wenngleich ich zugeben muss, dass es intern natürlich bestimmte Schemata von Patienten gibt und diese immer wieder auf die Patienten und ihre Krankheiten oder Einweisungsgründe zu passen scheinen).

Panisch, aufgeregt, Heulkrämpfe. Zusammenbruch. Dann wieder ruhig, wechselnd zu aggressiv und flehend wir mögen doch Hilfe leisten und die Patientin retten. Und dann wieder Angstattacke.

Diagnose? Weltuntergangsphobie.

Gibt es das im DRG-Verschlüsselungs-Codierungs-Katalog? Oder vielleicht doch Angststörung? Depression? Loslassangst? Trennungsschmerz? Torschlusspanik?

Mit guter Zurede und beruhigenden Worten (ok, und einem guten Medikament) legte sich die Angst und die Dame konnte beruhigt werden. Nach Hause wollte sie trotzdem nicht fahren, sondern lieber zu ihren Freunden, die sich in einem Camp auf den Untergang vorbereiten. Lassen wir sie ziehen…. „ähm, müssen wir da nen Brief diktieren? Bis der geschrieben ist, ging die Welt doch eh schon unter?!…. ok Chef, ich bin ja schon dabei.

Orthopaedix

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Autor: Orthopaedix

bones and pain

6 Kommentare zu “Weltuntergang in der Notaufnahme

  1. Ich weiss ja, dass es sau böse ist, über sowas zu lachen, trotzdem *rumkugel*

    Ihr lieben Freunde,
    es wird dann langsam Zeit für mich Abschied von Euch zu nehmen. Es lässt sich wohl leider nicht vermeiden. Trotzdem möchte ich allen danken, die mit mir durchs Leben gegangen sind und mit denen ich schöne und lustige Stunden verbracht habe.

    Ich hoffe, Ihr denkt nochmal an mich und jeder Einzelne erinnert sich an lustige und schöne Stunden. Viele von Euch habe ich leider aus den Augen verloren und ich hätte mir doch einen regelmäßigeren Kontakt gewünscht. Einfach mal eine Zeile dann und wann hinterlassen, hätte mir sicherlich sehr geholfen die kommenden Tage besser zu überstehen.

    Jetzt werden wir es wohl nicht mehr schaffen. Freitag werden wir alle nicht mehr da sein. Wie ihr ja wisst, geht Freitag die Welt unter. Wahrscheinlich seid ihr daher eh schon im Stress mit Packen, Klauen oder Nachbar verprügeln. Und man weiß ja auch nicht genau, ob es jetzt morgens oder abends passiert. Soll man also noch was zum Frühstück kaufen oder nicht?

    Daher verabschiede ich mich also heute schon mal von Euch. Sollten die Maya sich allerdings geirrt haben und Samstag geht trotzdem die Sonne auf, dann vergesst diesen sentimentalen Scheiß hier. War eh das Meiste gelogen.

    Trotzdem hoffe ich von dem ein oder anderen im nächsten Jahr mal wieder öfter was zu lesen 🙂

  2. Oh, ich will auch mit einem Medikament ins Kämp.

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