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Krankheit der Woche III: Arterielle Hypertonie

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Krankheit der WocheARTERIELLE HYPERTONIE
Bluthochdruck

Was ist das?

Der Blutdruck ist die Kraft, die hinter der Bewegung des Blutes in unseren Adern steht. Mit jedem Schlag presst das Herz neues Blut zurück in die Gefäße. Dadurch erhöht sich in diesen der Druck und bewegt das Blut weiter. Zwischen den Herzschlägen, wenn das Blut sich verteilt, sinkt der Druck etwas ab. So ergeben sich zwei Druckwerte, die bei der Blutdruckmessung erfasst werden (Systolischer und Diastolischer Blutdruck). Der Normbereich für diese Werte liegt bei 120-130/80-85 mmHg. Liegen die gemessenen Werte über 140/90 spricht man von Hypertonie. Da sich die Angaben auf die Arterien beziehen, genauer gesagt also von der arteriellen Hypertonie.

Wie entsteht es?

Es gibt verschiedene Erkrankungen, die in ihre Folge zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen können. In 90% der Fälle gibt es jedoch keine klar definierbare Ursache. Dann spricht man von der sog. „Essentiellen Hypertonie“. Für diese gibt es viel verschiedene begünstigende Faktoren wie z.B. Übergewicht, erhöhter Alkoholkonsum, Stress, Rauchen, Alter, Bewegungsmangel,…
Diese fördern eine zunehmenden Unbeweglichkeit der Gefäßwand. Es gibt also einen starken Zusammenhang mit der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Die versteiften Gefäße können das durch das Herzen ausgeworfene Blut nicht mehr so gut aufnehmen. Anstatt sich zu erweitern und das Volumen sozusagen zu verschlucken, führt das Mehr an Volumen zu einer Druckzunahme.

Was merkt man?

Häufig merkt man zuerst einmal gar nichts. Typisch sind Kopfschmerzen am frühen Morgen, die sich mit Hochstellen des Kopfendes am Bett bessern. Im Verlauf kommen Schwindel, Ohrensaußen und Nervosität hinzu. Das Herz muss zunehmend mehr Kraft aufwenden um Blut gegen den höheren Druck zu pumpen. Es kann zu Herzklopfen und Brustschmerz kommen.
Problematisch sind vor allem die Folgen der Hypertonie. Der verstärkte Druck in den Gefäßen begünstigt die Gefäßverkalkung und kann so zu einer verminderten Durchblutung verschiedener Organe führen. Für das Herz bedeutet dies ein erhöhtes Herzinfarkt-, für das Gehirn ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Auch die Nieren werden früh geschädigt. Irgendwann beginnt sich das Herz unter der Mehrbelastung zunehmend zu erschöpfen und es kommt zu einer Herzinsuffizienz.

Wie stelle ich es fest?

Um die Diagnose einer arteriellen Hypertonie zu stellen, benötigt man mehrere unabhängige Blutdruckmessungen, die alle über dem Normwert liegen. Für Messungen in der Arztpraxis liegt dieser bei 140/90 mmHg. Im ruhigeren häuslichen Umfeld bei 135/85 mmHg. Hilfreich ist auch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, die einen zuverlässigeres Bild liefert und den Tagesrhythmus berücksichtigt.
Zu einer vollständigen Diagnostik gehört außerdem der Ausschluss einer anderen Erkrankung, die die Hypertonie verursacht (vor allem bei jungen Patienten) und eine Abschätzung der bereits vorhandenen Folgeschäden.

Was kann man tun?

Die wichtigste Säule der Therapie sind Allgemeinmaßnahmen wie Gewichtsnormalisierung, eine salzarme, mediterrane Diät, Ausdauersport und eine Beseitigung weiterer Risikofaktoren wie Rauchen, Kaffee, Alkohol oder erhöhte Blutfette und Diabetes.
Die medikamentöse Therapie stützt sich auf 5 Medikamente, die in einer Stufentherapie zunehmend kombiniert werden, bis die Blutdruckwerte wie erwünscht gesenkt sind. Welche der 5 dabei vorrangig verwendet werden, hängt von den zusätzlichen Erkrankungen und dem Risikoprofil jedes Patienten ab. Häufig beginnt man jedoch mit einem Thiazid-Diuretikum („Wassertablette“) und intensiviert die Therapie mit einem Betablocker, einem Calcium-Antagonisten oder einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker.

In jeden Fall handelt es sich stets um eine Dauertherapie, die eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung benötigt.

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Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

– Spekulantin

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Autor: Spekulantin

Die kochen alle nur mit Wasser

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