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Zu Risiken und Nebenwirkungen…..

Arzneimittel der Woche III: Omeprazol

4 Kommentare

Omeprazol

Anwendungsgebiet

Omeprazol wird eingesetzt zur Prophylaxe von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren („Ulcera“), zur Behandlung des Refluxes („Soodbrennen“) und der damit verbundenen Entzündungsreaktion der Speiseröhre, zur Behandlung der Infektion mit Helicobacter pylori (in Kombination mit zwei Antibiotika) und bei bestimmten Syndromen, die zu vermehrter Salzsäureproduktion im Magen führen.

Wirkung

Omeprazol hemmt die Säureproduktion bestimmter Zellen des Magens und vermindert damit die Menge an produzierter Salzsäure im Magen. Gleichzeitig steigt der pH-Wert des Magens an (d.h. es wird weniger sauer) und führt somit zu einer Abmilderung der Aggressivität der Magensäure.

Mechanismus

Die Hemmung der Säureproduktion geschieht durch irreversible Hemmung der sog.  H+/K+-ATPase. Der Wirkstoff gelangt nach oraler Aufnahme zunächst in den Blutkreislauf und von dort an die Zielzellen im Magen. Er wird von diesen aufgenommen, in den Zellen aktiviert und hemmt anschließend den Transporter, der für die Säureproduktion zuständig ist. Da bei Nahrungsaufnahme die Säureproduktion aktiviert wird und der gerade angeführte Mechanismus ein wenig Vorlaufzeit benötigt, muss OmeprazolDie Hemmung der Säureproduktion geschieht durch irreversible Hemmung der sog.  H+/K+-ATPase ca. 20min vor dem Essen eingenommen werden, um rechtzeitig die Hemmung gewährleisten zu können.

Nebenwirkungen

Omeprazol gilt (wie die anderen sog. Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol) als relativ nebenwirkungsarm. Selten treten Hautreaktionen, Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Vitamin B12-Mangel, Schwindel und Muskelschmerzen auf. Die Leberwerte können ansteigen, sehr selten kann es zu einer Entzündung der Bauspeicheldrüse (Pankreatitis), der Leber (Hepatitis) und Blutbildveränderungen kommen.

Gegenanzeigen

Allergie und Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff sowie gleichzeitige Gabe von Clopidogrel, Atazanavir sowie gewissen Antibiotika u.a. Während der Schwangerschaft sollte Omeprazol durch andere Säurehemmer ersetzt und nur bei unbedingter Dringlichkeit verordnet werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen essen Sie die Packungsbeilage, oder tragen Sie Ihren Arzt zum Apotheker. Diese Information ersetzt keinen Arztbesuch und erhebt keinen Anspruch auf  Richtigkeit oder/und Vollständigkeit.

– Orthopaedix

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Autor: Orthopaedix

bones and pain

4 Kommentare zu “Arzneimittel der Woche III: Omeprazol

  1. Tach erstmal und weiterhin viel Spaß beim Bloggen … Protonenpumpenblocker sind nach neuer Auffassung nicht ganz so ohne wie gedacht: Rebound-Effekt, Frakturen usw. erfordern eine sorgfältige Indikationsstellung http://www.arznei-telegramm.de/html/2009_10/0910090_01.html

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